Sonntag , 28 Mai 2017
Muzaffar ad-Din Schah (reg. 1896-1907) mit dem Kanzler Amin as-Sultan (Hakim al-Mulk) während seiner ersten Reise nach Europa, 1900 © Nationalarchive Irans, Teheran
Muzaffar ad-Din Schah (reg. 1896-1907) mit dem Kanzler Amin as-Sultan (Hakim al-Mulk) während seiner ersten Reise nach Europa, 1900 © Nationalarchive Irans, Teheran

Vernissage „Iran. Aufbruch in die Moderne“

Am Donnerstag, den 4. Mai 2017 fand die Vernissage „Iran. Aufbruch in die Moderne“ im Museum für Islamische Kunst in Berlin statt. Die Ausstellung ist das Resultat einer gelungenen Zusammenarbeit des Museums für Islamische Kunst, des Nationalarchivs der Islamischen Republik Iran und der Kulturabteilung der Iranischen Botschaft Berlin.

Die Gäste erhielten die Chance Fotografien, Postkarten und weitere Ausstellungsstücke aus dem Iran des 19. Jahrhunderts zu bewundern. In ihrer Begrüßungsrede verwies PD Dr. Ute Franke, die Stellvertretende Direktorin des Museums für Islamische Kunst, in Vertretung des Direktors Prof. Dr. Weber auf die Herkunft der Ausstellungsstücke. Neben Leihgaben des iranischen Nationalarchivs unterstützen auch Privatsammler die Ausstellung mit historischen Postkarten, Fotografien und weiteren Kunstwerken.

Nach der Entwicklung von Fotoapparaten Anfang des 19. Jahrhunderts (1839), erreichten im Jahr 1842 zwei Fotoapparate den Iran. Das scheint auch den Aufbruch in die Moderne zu markieren. Ab diesem Zeitpunkt war der Fotoapparat ein Instrument, Tradition und Kultur festzuhalten, was uns heute den Einblick in den Iran ab dem 19. Jahrhundert erlaubt. So hält auch Seyed Ali Moujani in seiner kurzen Rede fest, dass der große Qadscharen-König, Naser ad-Din Schah, möglicherweise neben seiner Stellung als König auch als Fotograph bezeichnet werden kann. Denn Naser ad-Din Schah habe nicht nur seine Fotografien beschriftet, sondern diese auch an weitere Staatoberhaupte verschickt. So ist der Zugang zum gesellschaftlichen Lebensstil, der Mode, der Kunst und Architektur sowie der Politik jener Zeit bis heute möglich.

Die Ausstellung steht Besuchern vom 05.05.2017 bis 30.06.2017 im Buchkunstkabinett im Pergamonmuseum zur Besichtigung offen.

Die Kulturabteilung der Iranischen Botschaft und das Museum für Islamische Kunst freuen sich weitere gemeinsame Kooperationen in der Zukunft verkünden zu können.