Donnerstag , 23 November 2017

Der zweite Workshop zum Thema „Methodik des Islamunterrichts für Kinder“

Am 22. und 23. September 2017 fand im Iran-Haus der zweite Workshop zum Thema „Methodik des Islamunterrichts für Kinder“ in Kooperation mit dem Noor-e Mobin Institute in Teheran und der Kulturabteilung der Botschaft der Islamischen Republik Iran statt.
Lehrkräfte, zukünftige Lehrkräfte, aber auch Interessenten versammelten sich, um neue Herangehensweisen an den Islamunterricht zu erlernen. Hierfür hatten die Referenten Prof. Dr. Birgit Zweigle und Dr. Mohammad Hassan Rastgou Vorbereitungen getroffen. Sie ermöglichten einen Einblick in das Thema aus jeweils ihrer eigenen Position heraus.
 

Prof. Dr. Birgit Zweigle besetzt die Professur für Didaktik und Methodik des Religionsunterrichts an der Evangelischen Hochschule Berlin, wohingegen Dr. Mohammad Hassan Rastgou aufgrund seiner Professur an der Universität Qom und seiner pädagogischen Sendungen im iranischen Fernsehen den früheren Generationen ein bekanntes Gesicht ist.

Ziel des Workshops war es aus der Theorie der Religionspädagogik eine Basis zu schaffen und die Geschichte des muslimischen Propheten Ibrahim (a.), in der deutschen Sprache bekannt als Abraham, als Lehrmaterial zu nutzen und mit der Methodik zu verknüpfen.

So begann Prof. Dr. Zweigle den Workshop mit einer Didaktik, auf die aufgebaut und angeknüpft werden kann. Denn um Religion zu erlernen, sei es anfangs wichtig Gewohnheiten anzueignen oder abzulegen. Das Lehrmaterial seien Muster, die erkannt und zur Gewohnheit gemacht werden müssen. Jedoch sei das Lehren neuer Muster – ob Kindern oder Erwachsenen – auf keinster Weise einfach. Diese können zwar durch jegliche Erfahrung angeeignet werden, doch auf der Ebene der Religion treten weniger Erfahrungen auf, so dass die Methodik eine sehr wichtige Rolle spielt. Religiöse Erziehung basiere auf Strukturen, die einer Änderung unterzogen werden müssen. Anhand Geschichten aus dem Qur’an oder auch dem Leben der Propheten, wie z.B. Ibrahim (a), könne man verschiedene Lehren erarbeiten und folglich für die religiöse Erziehung nutzen und Veränderungen in vorhandenen Strukturen schaffen.

In seinem Vortrag setzte Dr. Hassan Rastgou auf verschiedene Ansätze, wie es möglich ist Kinder richtig zu erziehen, so dass die Kinder das auch aufnehmen und nicht ablehnen. Dafür nennt er direkte und indirekte Methoden. Die direkten Methoden seien die falschen Methoden, auf welche Kinder entweder nicht reagieren oder negativ reagieren. Somit seien die indirekten Methoden die besseren Ansätze, gezielte Erziehung zu erreichen.

Am zweiten Tag des Workshops setzten beide Referenten den Propheten Ibrahim (a) in den Vordergrund und führten seine Lebensgeschichte aus, sowie die Methoden, die man daraus entnehmen kann.
 

Durch diese gemeinsame Kooperation, die dieser Workshop ermöglichte, konnte ein Austausch zwischen verschiedenen Ansätzen aus der islamischen Religionspädagogik des Iran und der islamischen Religionspädagogik Deutschlands geschaffen werden. Die Referenten ermöglichten einen Einblick sowohl in die Didaktik, als auch in eine spezifische Methodik.