Montag , 18 Juni 2018

Zum 62.Todestag von Ali Akbar Dehchoda

Am 7. Esfand,  jährt sich der 62.Todestag von Ali Akbar Dehchoda. Dehchoda war ein iranischer Linguist und Autor des Wörterbuchs von Dehchoda - das umfangreichste Wörterbuch der Persischen Sprache.
  Dehchoda wurde 1879 in Teheran geboren. Er studierte zunächst bei Scheich Gholamhossein Boroudscherdi Theologie, islamische Geschichte, Arabisch und persische Literatur. Ab 1899 besuchte er die neu in Teheran eröffnete Schule für politische Wissenschaften. Dehchoda hatte einen Abschluss in Persischer Literatur, Arabischer und Französischer Sprache sowie einen Hochschulabschluss in Politikwissenschaften. Seine berufliche Laufbahn begann Dehchoda 1903 als Sekretär eines iranischen Diplomaten in Österreich. Nach seiner Rückkehr in den Iran im Jahre 1905 war er ein überzeugter Demokrat, der sich, ohne zu zögern, an der Konstitutionellen Revolution beteiligte. Zusammen mit Mirza Dschahangir Khan und Ghasem Khan gab Dehkhoda zwei Jahre die Zeitung Sur-e Esrafil heraus. 1924 wurde Dehchoda Dekan der Teheraner Schule der Politischen Wissenschaften und später der Fakultät für Rechtswissenschaften der Universität Teheran. Parallel zu seiner wissenschaftlichen Tätigkeit arbeitete Dehchoda unermüdlich an seiner Enzyklopädie. Dehchoda übersetzte Montesquieus Vom Geist der Gesetze (De L'esprit des Loix) ins Persische. Er veröffentlichte außerdem das vierbändige Französisch - Persische Wörterbuch der Sprichwörter Amsal o Hekam und einige weitere Bücher. Sein Meisterwerk bleibt jedoch das bislang umfangreichste Wörterbuch der Persischen Sprache, das 15-bändige Loghat-name-ye Dehchoda (Wörterbuch von Dehchoda). Dr. Mohammad Moin vervollständigte die unfertigen Bände als er von Dehchoda darum gebeten wurde. Die Fertigstellung des Wörterbuchs nahm insgesamt 45 Jahre in Anspruch.
  Ali Akbar Dehchoda verstarb am 7. Esfand 1334 und wurde auf dem Friedhof Ebn-e Babooyeh in Ray begraben.