Montag , 18 Juni 2018

Die Grenzen der Welt

Die Grenzen der Welt oder das Hudud al-Alam (persisch حدود العالم) ist eines der fruhesten bekannten persischen Werke der Geographie.
 
Der Autor des Werkes ist unbekannt. Das Ḥudud al-ʿAlam beinhaltet Informationen über die damals bekannte islamische und nicht-islamische Welt.
 
Der anonyme Autor berichtet über Länder, Völker, Sprachen, Kleidung, Essgewohnheiten, Religion, lokale Produkte, Städte, Flüsse, Meere, Seen, Inseln, Steppen, Wüsten, Topographie, Herrschaftsverhältnisse und Handel. Die bewohnte Welt wird aufgeteilt in Asien, Europa und Libyen.
 
 Insgesamt zählt der Autor 45 Länder nördlich des Äquators auf. Der anonyme Autor bereiste die Länder nicht persönlich, sondern schöpfte aus früheren Quellen wie die Werke von Al-Istachri (Kitab al-Masalik wa-l-mamalik), al-Dschaihani und Ibn Churradadhbih. Das Buch liefert insbesondere Informationen zu den türkischen Stämmen Zentralasiens.
 
Barthold publizierte im Jahre 1930 den persischen Text als Faksimile in Leningrad. Minorsky übersetzte das Werk 1936 umfangreich kommentiert ins Englische.