Freitag , 20 Juli 2018
Ein Blick auf Sanandadsch

Sanandadsch

Sanandadsch (persisch سنندج, auch Sanandaj) ist die Hauptstadt der iranischen Provinz Kordestān nahe der Grenze zum Irak. Die Stadt ist 512 km von der Landeshauptstadt Teheran entfernt und liegt in einer Höhe von 1480 m.
 
Unter den Sassaniden war Sanandadsch eine reiche Stadt, wurde aber in der Ära der Zand-Prinzen fast komplett zerstört. Das heutige Sanandadsch ist etwas älter als 300 Jahre. Damals bauten die Perser eine Burg in der Nähe des Dorfes Sine/Seneh. Burg bedeutet auf Persisch Dadsch, so dass die Siedlung, die sich um die Burg herum entwickelte, Seneh-Dadsch hieß, daraus abgeleitet ist der jetzige Name Sanandadsch. Von der ersten Siedlung Seneh ist heute nichts mehr übrig. Jahrhundertelang war die Stadt auch die Hauptstadt des Fürstentums der Ardalan. Heutzutage ist sie eine der bekanntesten Städte im Westiran.
 
Wie in vielen Teilen des Irans, ist auch hier die Teppichherstellung (Perserteppich) eine gut entwickelte Kunst. Die Teppiche aus Sanadadsch werden zumeist unter dem Namen Senneh verkauft. Sie besitzen typischerweise einen starken Rotanteil auf dunkelblauem Grund. Die Basis bildet eine abstrakte Form des Herati-Musters. Damit ähneln sie dem Bidschar, sind jedoch weniger dicht geknüpft.