Samstag , 7 Dezember 2019

Kultureller Dialog zwischen Ost- und Westasien

Eine Kalligrafie-Ausstellung des Koreanischen Kulturzentrums und des Iranischen Kulturinstituts in Berlin

Das Koreanische Kulturzentrum (Kulturabteilung der Republik Korea, Leiter: Dr. Kwon Sehoon) zeigt vom 14. Februar bis zum 4. März 2019 in seiner gallery damdam in Kooperation mit dem Iranischen Kulturinstitut die Ausstellung „Kultureller Dialog zwischen Ost- und Westasien“. Darin wird die Schriftkunst Ost- und Westasiens anhand der Kalligrafie vorgestellt. Die Ausstellung, an der insgesamt fünf Künstler*innen teilnehmen -„Dachun“ Jong Won Kim, Nham-hee Völkel-Song, Ahmad Mohammadpour und Nafiseh Khanehzar– , wird von Dongkook Lee, Kurator des Seoul Calligraphy Art Museum, Seoul Arts Center, kuratiert.

Für den Abend der Vernissage sind ein Vortrag des Kurators, eine koreanisch-iranische Musikdarbietung und eine Kalligrafie-Live-Performance von „Dachun“ Jong Won Kim und Ahmad Mohammadpour geplant.

Die Vernissage findet am 14. Februar um 19.00 Uhr statt.

Die Seidenstraße der Kunst, Verbindung zwischen Europa und Asien

Der Austausch zwischen Korea und dem Iran begann vor rund 1400 Jahren während des koreanischen Vereinigten Silla-Reiches (668 –935). Als geschichtliche Zeugnisse finden sich in einer historischen Stätte des Silla-Reiches Überreste von der Skulptur eines Löwen, der ein Symbol für das Königreich Persien ist; aus der selben Zeit stammt auch eine Landkarte aus dem Mittleren Osten, auf der das Silla-Reich eingezeichnet ist. Vor ungefähr 50 Jahren war der Iran das erste Land des Mittleren Ostens, zu dem die Republik Korea diplomatische Beziehungen aufnahm. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind bis heute eng mit der Seidenstraße verknüpft. Das Koreanische Kulturzentrum und das Kulturinstitut der Republik Iran haben beschlossen, durch ihre Gemeinschaftsausstellung im Jahr 2019 eine neue Seidenstraße im künstlerischen Sinne zu errichten, die Europa und Asien miteinander verbindet. In der Ausstellung werden eine große Bandbreite an kalligrafischen Werken und der damit verbundene Gedanke der langen Geschichte der Schriftkultur beider Länder präsentiert.

Teilnahme von zwei koreanischen und drei iranischen Künstler*innen

Zu den zeitgenössischen Kalligraf*innen, die Korea repräsentieren, gehört auch „Dachun“ Jong Won Kim. Durch seinen ganz eigenen Pinselstrich verleiht er seinem Werk Plastizität und Rhythmus. In dieser Gemeinschaftsausstellung lässt er sich nicht von der Form einschränken und stellt Werke vor, die die Grenzen zwischen Kalligrafie und Malerei niederreißen. Die drei iranischen Künstler*innen zeigen Werke von leuchtender Farbkraft. Aus ihnen spricht ein reiner Geist, der der religiösen Verehrung dient. Auch wenn sich die Schreibwerkzeuge, die Methodik und die Formen unterscheiden, haben alle Künstler*innen die selbe Geisteshaltung in Bezug auf das Schreiben.

Der Kurator Dongkook Lee sagt über die Ausstellung: „Wenn das koreanische Alphabet Hangeul und die persische Schrift aufeinandertreffen, wird ein Frieden zwischen den Kulturen geschaffen, wie er nicht durch eine physische oder politische Macht erreicht werden kann.“ Im Rahmen seines Vortrags wird der Kurator über den kulturellen Dialog zum Thema „Weltfrieden“ zwischen Ost- und Westasien sprechen und die Charakteristika der Schrift beider Länder noch ausführlicher erläutern. Um die Kulturen beider Nationen detailliert vorzustellen, werden zusätzlich zwei Kalligrafie-Workshops angeboten. Die Workshop-Teilnehmer*innen werden nicht nur über die koreanischen und iranischen Künstler*innen informiert, sondern erfahren auch mehr über die jeweiligen Kalligrafie-Techniken und die östliche Philosophie. In dieser Ausstellung können die Besucher*innen Kunstwerke erleben, in die Tradition und Moderne harmonisch eingeflossen sind. Darüber hinaus werden sie völlig neue Erfahrungen machen, indem sie sich mit den historischen und kulturellen Beziehungen zwischen Korea und dem Iran auseinandersetzen.

Ausstellungstitel

Kultureller Dialog zwischen Ost- und Westasien

– Eine Kalligrafie-Ausstellung des Koreanischen Kulturzentrums und des Iranischen Kulturinstituts in Berlin²

Vernissage Donnerstag,14. Februar 2019, 19:00 Uhr

Ausstellungsdauer

15. Februar bis 4. März 2019

Kalligrafen

Hamid Ajami (Iran), „Dachun“ Jong Won Kim (Korea), Nafiseh Khanehzar (Iran), Ahmad Mohammadpour (Iran), Nham-hee Völkel-Song (Korea)²

Kurator Dongkook Lee, Seoul Calligraphy Art Museum, Seoul Arts Center²

Programm

Vortrag: 14. Februar, 19:30 Uhr

Koreanisches Hangeul trifft Persisches Alef-ba in Berlin, Dongkook Lee

Performance: 14. Februar, 20:00 Uhr

„Dachun” Jong Won Kim, Ahmad Mohammadpour

Workshop: 15. Februar, 15:00 Uhr (Koreanisches Kulturzentrum)

Koreanische Kalligrafie, Nham-hee Völkel-Song

*Anmeldung erforderlich: projekte@kulturkorea.org

2. Workshop: 18. Februar, 15:00 Uhr (Iranisches Kulturinstitut)

Iranische Kalligrafie, Ahmad Mohammadpour

*Anmeldung erforderlich: info@irankultur.com

Ort

gallery damdam

(Koreanisches Kulturzentrum, Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea, Leipziger Platz 3, 10117 Berlin)

Iran-Haus

(Iranisches Kulturinstitut, Drakestr. 3, 12205 Berlin)