Montag , 20 Mai 2019

Verleihung des Carsten-Niebuhr-Preises für internationalen Kulturaustausch der Deutsch-Arabischen Gesellschaft an Prof. Dr. Walter Sommerfeld

Die Deutsch-Arabische Gesellschaft verleiht den diesjährigen Carsten-Niebuhr-Preis für internationalen Kulturaustausch an den herausragenden Orientwissenschaftler Prof. Dr. Walter Sommerfeld, der nicht nur theoretisch um die Notwendigkeit der Präsenz von Geschichte in der Gegenwart zur Ermöglichung von Zukunft weiß, sondern dafür seit Jahrzehnten mit seinem engagierten Wirken über die Orient-Okzident-Grenzen hinweg gekämpft hat.

Die Preisverleihung findet am Mittwoch, 29. Mai 2019 ab 16:30 h im Topoi-Palais der Freien Universität Berlin, Hittorfstraße 18, nahe des U-Bahnhofs (U 3) Thielplatz, statt.

Begrüßung durch den Präsidenten der Deutsch-Arabischen Gesellschaft, den Nahost-Experten und Publizisten Dr. Michael Lüders, der die Ehrenurkunde überreicht.

Die Laudatio hält Prof. Dr. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Grußworte:

S.E. Friis Arne Petersen, Botschafter des Königreichs Dänemark in Deutschland,

S.E. Dhia Hadi Mahmoud Al-Dabbass, Botschafter der Republik Irak.

Danksagung durch den Preisträger, Prof. Dr. Walter Sommerfeld.

Anschließend: gemeinsamer Umtrunk am kaltwarmen irakischen Buffet.

Mit besonderen Exponaten der Carsten Niebuhr Objekte aus dem Dithmarscher Landesmuseum.

Musikalischer Rahmen: music in progress, das Duo Anna Barbara Kastelewicz & Bettina Hartl, Ihr Programm ‘Zwischen Okzident und Orient’ verbindet die Epoche des Frühbarocks mit persischer und indischer Sufi-Musik.

In der Fusion von Orientalischem und Okzidentalischem, vor allem aber mit der Freude am gemeinsamen Musizieren, sieht das Ensemble den Weg eines bewussten Miteinanders zu einer ganzheitlicheren, weltoffenen Musik.

Carsten Niebuhr

Carsten Niebuhr (1733-1815) der bekannteste und erfolgreichste deutsche Orientforscher, leitete im Auftrage des dänischen Königs Frederik V. ab 1761 eine sechsköpfige dänisch-deutsche Expedition auf die arabische Halbinsel, zu deren Finanzierung der deutsche Statthalter in Kopenhagen, Johann Hartwig Ernst von Bernstorff, den König bewegen konnte. Der Kartograf Niebuhr lieferte erste bis heute verlässliche Grundlagen für die Keilschriftenforschung. Ihm gelang es, exakte und zuverlässige Kartenskizzen für das Rote Meer zu erarbeiten, die für die Seefahrt bis noch ins letzte Jahrhundert das Standardwerk waren. Auf seinen Berechnungen beruhten die britischen Pläne zum Bau des Suezkanals, zur Vermeidung der gefahrvollen Kapumseglung. Auf Niebuhrs Erforschung der Monddistanzen ließen sich erstmals die für die Seefahrt wichtigen Längengrade exakt festlegen.

Deutsch-Arabische Gesellschaft  www.d-a-g.de