Montag , 19 August 2019

Qara Kelisa im Herzen der iranischen Gebirge

Das Kloster Sankt Thaddäus – bekannt auch als „Schwarze Kirche“ (auf aserbaidschanisch Qara Kelisa) - befindet sich in der Provinz West-Aserbaidschan, ca. 20 km südlich von Maku, im Nordwesten des Iran.

Das Kloster Sankt Thaddäus ist ein armenisches Kloster, das angeblich von Judas Thaddäus im Jahre 66 während der Partherdynastie in Chaldoran als erste Kirche der Welt gegründet worden sein sollte. Er soll nach seinem Märtyrertod in der Kirche beigesetzt worden sein.

Die älteste Kirche der Welt wurde durch ein Erdbeben im Jahre 1319 n. Chr. fast vollständig zerstört und in 1329 n. Chr. von einem Priester, genannnt Zakariya, wieder aufgebaut. Der dunkle Stein, der für die Kirche verbaut wurde, gab ihr den Namen „Schwarze Kirche“.

Im Laufe der Geschichte wurde es immer wieder durch kriegerische Ereignisse und Naturkatastrophen heimgesucht jeweils wieder renoviert. Der Kadschare Abbas Mirza ließ Anfang des 19. Jahrhundert das Kloster mit Sandstein renovieren.

Die Außenwände der Kirche sind mit schönen, historischen und religiösen Flachreliefs geschmückt worden, darunter ein Fries mit Weinranken, ein Löwe und ein vogelartiger Fabeltier, das einen schuppigen Fisch verschlingt.

Jedes Jahr am Tag des heiligen Thaddäus findet eine Messe statt, die von Armeniern im Iran besucht wird. Am Thaddäus-Fest im St. Thaddäus-Kloster im iranischen Azerbaidschan nehmen tausende Christen aus dem Iran und den Nachbarländern teil.

Das Kloster Sankt Thaddäus (Qara Kelisa)

Das Kloster Sankt Thaddäus wurde 2008 von der UNESCO auf die Liste als Weltkulturerbe aufgenommen.